Perseiden 2021: Wann und wie du den Sternschnuppen-Regen siehst

Den Perseiden-Meteorenschauer kann man auch in Deutschland sehen. Wann und wie du die Sternschnuppen am besten beobachtest, erfährst du hier.

Jeden Sommer findet ein astronomisches Phänomen statt, das man auch mit bloßem Auge beobachten kann: der Meteorregen namens „Perseiden“. Etwa fünf Wochen lang ist der Himmel voller Sternschnuppen. Ein astronomisches Spektakel, das du nicht verpassen solltest – insbesondere, wenn du gern den Sternenhimmel fotografierst.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden heißen so, weil es so aussieht, als kämen die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus. Das, was wir sehen können, sind allerdings Teilchen des Komets Swift-Tuttle. Jedes Jahr im Juli und August befindet sich der Komet der Erde näher und die Meteoren gelangen in die Erdatmosphäre. Dort entzünden sie sich und leuchten hell, so dass sie auch ohne spezielle Apparate sichtbar sind.

Der „Sternschnuppen-Regen“ wurde zum ersten Mal vor etwa 2000 Jahren im antiken China beschrieben. In manchen katholischen Staaten heißen die Perseiden auch „Laurentiustränen“ oder „Tränen des Laurentius“, weil sie um das Fest des Märtyrers Laurentius (10. August) herum am besten zu sehen sind.

Wann sieht man die Perseiden?

Die Perseiden befinden sich vom 17. Juli bis 24. August in der Nähe der Erde, aber am besten sieht man sie zwischen 9.-13. August.

Der Höhepunkt ist in der Nacht vom 12. zum 13. August, insbesondere in der zweiten Nachthälfte. Wenn es keine Wolken gibt, kann man dann bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sehen.

Ich empfehle dir, auch in der Nacht vom 8. zum 9. August nach den Meteoren zu schauen. Dann ist Neumond und es ist dunkler als sonst – somit siehst du die Sternschnuppen noch besser.

Wo sieht man den Meteorschwarm am besten?

Die Perseiden sieht man auf der nördlichen Halbkugel. Somit kann man sie auch in Deutschland – sogar mit bloßem Auge – beobachten. Idealerweise solltest du dich im Gebirge oder auf einem Feld befinden, so weit entfernt von den Lichtern einer Großstadt wie möglich. Je dunkler es um dich herum ist, desto besser wirst du die Sternschnuppen sehen. Am wichtigsten ist es, dass in der Nacht, in der du die Meteoren beobachten willst, der Himmel nicht bewölkt ist.

Wie beobachtet man einen Sternschnuppenstrom?

Um die Perseiden zu sehen, brauchst du kein Teleskop und auch kein anderes spezielles Apparat. Ich empfehle dir folgendes:

  • Verfolge die Wettervorhersage. Suche dir einen Ort aus, wo der Himmel nicht bewölkt ist. (Wenn du nicht in eine andere Gegend reisen kannst, versuche es vielleicht in einer anderen Nacht.)
  • Du musst dich an einem Ort befinden, wo es dunkel ist. Mache das Handy, die Scheinwerferlichter (falls du mit dem Auto hingefahren bist) und sonstige Lichtquellen aus. Am besten siehst du die Meteoren dann, wenn es um dich herum komplett dunkel ist.
  • Den Meteorschwarm beobachtet man am gemütlichsten im Liegen. Du solltest also eine Decke, einen Schlafsack oder eine Sonnenliege dabei haben.
  • Abhängig von der Wettervorhersage solltest du auch wärmere Kleider dabei haben, weil es nachts kühler wird.
  • Falls du gern fotografierst: Vergiss deine Kamera nicht! (Vielleicht auch interessant: Sternschnuppen fotografieren – die 5 besten Tipps)
Perseiden - Symbolbild mit Sternschnuppen
Perseiden 2021: Wann und wie du den Meteorstrom siehst

Die Perseiden sollen Glück bringen

Die Sternschnuppen, die du sehen wirst, haben keine astrologische Bedeutung. Laut dem volkstümlichen Aberglauben können sie aber Wünsche erfüllen.

Bereits in der Antike glaubte man, dass Sternschnuppen göttliche Geschenke seien. Oder Lichter, die uns die Götter schicken, damit wir Probleme leichter überstehen. Bis zum heutigen Tage wurde die Gewohnheit überliefert, dass man sich etwas wünscht, wenn man eine Sternschnuppe sieht. Wer ein Meteor sichtet, soll die Augen schließen und sich etwas wünschen. Wenn man den Wunsch niemandem sagt, soll dieser in Erfüllung gehen.

Diesen Brauch gibt es insbesondere in der westlichen Kultur. In manchen Gegenden haben Sternschnuppen eine negative Bedeutung. In der Mongolei stellen Meteore die Seelen der Verstorbenen dar, auf ihrem Weg ins Jenseits. Die Bewölkerung der Adamanen glaubt, dass die Sternschnuppen die Fakeln der Dämonen sind, die nachts alleine wandernde Menschen verfolgen.

Weitere Sternschnuppen-Regen

Die Perseiden sind am meisten bekannt, weil es da mehr Sternschnuppen gibt und weil man sie besser sieht. Wer Interesse hat, kann aber auch andere Meteorströme beobachten:

  • Quadrantiden: 28. Dezember – 12 Januar
  • Lyriden: 14.-30. April
  • Eta-Aquariiden: 19. April – 28. Mai
  • Eta-Lyriden: 3.-14. Mai
  • Arietiden: 14. Mai – 24. Juni
  • Südliche Delta-Aquariiden: 12. Juli – 23. August
  • Alpha-Aurigiden: 28. August – 5. September
  • Draconiden: 6.-10. Oktober
  • Südliche Tauriden: 10. September – 20. November
  • Andromediden: 25. September – 6. Dezember 
  • Nördliche Tauriden: 20. Oktober – 10. Dezember
  • Orioniden: 2. Oktober – 7. November
  • Leoniden: 6.-30. November
  • Geminiden: 4.-20. Dezember
  • Ursiden: 17.-26. Dezember
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