Die Mondphasen und ihre Bedeutung in der Astrologie

Die Mondphasen spielen eine wichtige Rolle in der Astrologie. Wie sie entstehen und was Vollmond, Neumond & Co. bedeuten, erfährst du hier.

Der Mond ist nur ein Satellit und sehr klein im Vergleich zu den Planeten. Außerdem umkreist er schnell die Erde und beeinflusst uns manchmal nur wenige Stunden. Deswegen tendiert man vielleicht dazu, den Mond zu übersehen, wenn man die Transite analysiert. Aber: Wegen der kleinen Entfernung zwischen der Erde und dem Mond, ist sein Einfluss auf jede Fall zu spüren. Denke nur an Ebbe und Flut, die von der Anziehungskraft des Mondes verursacht werden. Auch die Mondphasen sollten wir nicht ignorieren.

Außer dem Transit durch Tierkreiszeichen und Häuser, sollten wir auch die Mondphasen analysieren. Sehr oft bestimmen sie, ob wir gerade etwas aktiver oder eher energielos sind. Viele Personen richten ihre Gartenarbeiten nach den Phasen des Mondes. Auch Diäten werden davon beeinflusst: Wer abnehmen möchte, sollte die Diät beim abnehmenden Mond starten. (Aber Vorsicht – auch Jupiter und Venus beeinflussen die Diät, also sollten sie auch günstig stehen.)

Der Mond ist der Herrscherplanet des Krebses. Deswegen wirst du den Einfluss der Mondphasen noch stärker spüren, falls du im Sternzeichen Krebs geboren bist oder falls dein Aszendent in diesem Zeichen liegt.

Die Mondphasen

Wir haben es alle in der Schule gelernt: Der Mond umkreist die Erde. Während seiner Umflaufzeit von rund 28 Tagen sehen wir ihn mal abnehmend, mal zunehmend oder komplett rund. Oder wir sehen ihn gar nicht.

Der Mond wird – ähnlich wie die Erde – immer zur Hälfte von der Sonne beleuchtet. Die Mondphasen beschreiben das, was wir von der Erde aus vom Mond sehen. Wenn wir die beleuchtete Seite des Mondes komplett sehen, sieht das wie ein Diskus aus – das ist der Vollmond.

Entstehung von Neumond und Vollmond
So entstehen der Vollmond und der Neumond

Viele Personen glauben fälschlicherweise, dass wir Neumond haben, wenn sich die Erde zwischen Sonne und Mond befindet. Ganz im Gegenteil: Der Neumond entsteht dann, wenn der Mond zwischen Sonne und Erde steht. Dann ist die beleuchtete Seite nur von der Sonne aus zu sehen – auf der Erde bemerken wir nur die dunkle Seite des Mondes (s. Abbildung oben).

Eine Erklärung zum ersten erwähnten Fall: Wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht, gibt es keinen Neumond, sondern eine Mondfinsternis. Diese kann nur bei Vollmond entstehen. Dann befindet sich der Mond am weitesten von der Sonne entfernt und wir sehen die beleuchtete Seite vollständig. Wenn sich dann die Erde zwischen Sonne und Mond hindurch bewegt, wirft sie einen Schatten auf den Mond. Der Mond wird allerdings nicht verdeckt (wie das bei einer Sonnenfinsternis der Fall ist), sondern er ist rötlich – das liegt an den Sonnenstrahlen, die die Erdatmosphäre durchdringen.

Hier sind die Mondphasen abgebildet. Weiter unten findest du ihre Bedeutung in der Astrologie.

die Mondphasen

Informationen zur aktuellen Mondphase findest du in der rechten Spalte neben diesem Artikel. Falls du wissen möchtest, welche Mondphase wir an einem anderen Tag hatten/haben, nutze diesen >> Mondphasen-Rechner.

Neumond

Der Neumond steht für ein Neuanfang. Das ist ein guter Zeitpunkt zum „Säen“: Egal, ob es um Pflanzen im Garten oder um neue Projekte geht – sie werden gedeihen. Es ist auch eine gute Zeitspanne, um die Wohnung aufzuräumen oder um sie zu verschönern. Da es hier um einen Neuanfang geht, könntest du jetzt mit dem Rauchen oder Trinken aufhören und ein neues, rauch- oder alkoholfreies Kapitel beginnen.

Weniger günstig ist diese Zeitspanne für anstrengende Aktivitäten, da dein Energielevel noch recht niedrig ist. Auch solltest du jetzt keine Diät anfangen: Der Mond wird ab jetzt zunehmen und genauso haben wir auch die Tendenz zuzunehmen. Also solltest du jetzt auch kein Festtagsessen oder Events organisieren, wo viel gegessen wird. Wenn möglich (und wenn deine Gesundheit nicht darunter zu leiden hat), solltest du chirurgische Eingriffe an einem anderen Tag durchführen lassen.

Sichelmond

Während es beim Neumond darum geht, Projekte zu initiieren, verleiht uns der Sichelmond die nötige Energie, um das neue Thema in Angriff zu nehmen und voranzutreiben. Es ist eine Zeit der Fruchtbarkeit und des Wachstums – und zwar, ohne dabei eingeschränkt zu sein. Stelle dir das so vor: Die Samen, die du bei Neumond gesät hast, fangen jetzt an zu keimen. In welche Richtung das Pflänzchen wachsen wird, steht noch nicht fest, also kannst du das noch beeinflussen. Es ist auch eine Zeit des Aufbruchs: Falls bisher etwas die Umsetzung deiner Projekte verhindert hat, wirst du dich davon lösen und deine Pläne nach deiner Vorstellung verwirklichen können.

Mond des ersten Viertels

Jetzt sind wir voller Tatendrang und möchten die ersten konkreten Ergebnisse unserer Bemühungen sehen. Wir sind aber gleichzeitig auch voller Energie und können diese nutzen, um unsere Projekte voranzutreiben. Andererseits kann diese Mondphase auch eine Krise auslösen oder Hindernisse mit sich bringen. Das muss nicht schlimm sein – wichtig ist, dass du dich nicht aus dem Konzept bringen lässt. Falls du Tabletten zur Stärkung deines Körpers einnehmen möchtest (Vitamine, homöopathische Mittel), dann ist das ein guter Zeitpunkt dafür. Ebenso könntest du die Zeit gut nutzen, um dich mit jemandem zu versöhnen (falls es einen Konflikt gab). Chirurgische Eingriffe solltest du aber (wenn möglich und wenn dies keine gesundheitliche Gefahr darstellt) vermeiden, insbesondere beim Zahnarzt. Ich würde dir auch davon abraten, jetzt Pflanzen umzutopfen.

Buckelmond

Der Buckelmond stellt eine Übergangsphase dar. Der Mond ist fast voll, wir haben es fast bis zum Ziel geschafft – aber noch sind wir nicht dort angekommen. Es ist die beste Zeit, um unseren Projekten den letzten Schliff zu verpassen. Wir denken jetzt praktisch und analytisch, gleichzeitig sind wir aber auch kreativ und finden Lösungen. Negativ am Buckelmond ist, dass wir Perfektion erwarten und zusätzlich dazu tendieren, alles zu übertreiben. Auch wenn nicht alles zu 100 Prozent stimmt, ist das kein Grund, um seine Frust an anderen auszulassen. Sei flexibel, bereite dich auf Überraschungen vor – und dann wird alles gut sein.

Vollmond

Der Vollmond ist die Zeit der Ernte. Es ist ein guter Zeitpunkt, um Projekte abzuschließen und zu sehen, welche Ergebnisse unsere Bemühungen gebracht haben. Gleichzeitig ist das aber auch ein Wendepunkt, denn der bisher zunehmende Mond wird ab jetzt wieder abnehmen. Genauso kann der Vollmond auch auf einen Wendepunkt in unserem Leben hindeuten. Wir sind jetzt sehr emotional, fühlen eine unerklärliche innere Unruhe oder vielleicht sogar Frust. Wir werden aggressiver, sind reizbar und womöglich starten wir sinnlos irgendwelche Konflikte. Die Unruhe könnte auch zu Schlaflosigkeit führen. Wenn möglich (und wenn dadurch deine Gesundheit nicht beeinträchtigt wird), solltest du chirurgische Eingriffe vermeiden.

Aussaatmond

Beim Vollmond konnten wir die Früchte unserer Aktionen ernten. Sie sind jetzt reif und tragen Samen in sich, die wir wieder einmal säen können. Der Vollmond hat bestimmte Sachen zum Vorschein gebracht und wir haben etwas gelernt. Nun ist die Zeit gekommen, das Gelernte weiter zu geben oder einzusetzen. Wenn es um längerfristige Projekte geht, ist dies eine gute Zeitspanne, um kurz innezuhalten und das zu analysieren, was bisher passiert ist: Läuft alles nach Plan? Und wenn nicht: Was sind die Ursachen und wie können wir die Hindernisse aus dem Weg schaffen?

Mond des letzten Viertels

In der Zeitspanne, in der der Mond abnimmt und sich das letzte Viertel bildet, nähert sich ein Zyklus seinem Ende. Jetzt sind wir teilweise noch in mit dem Alten verbunden, der Mond fordert uns aber auf, eine neue Richtung einzuschlagen. Es wird also Zeit, Projekte abzuschließen und uns neu zu orientieren. Wir sind rebellisch und brauchen Bewegung, aber etwas hält uns noch zurück. In unserem Inneren gibt es eine Spannung, während unser Körper über weniger Energie verfügt. Am besten nutzt du diese Zeit, um Sachen zu tun (und danach loszuwerden), die dir nicht gefallen: eine Detox-Kur, einen Termin beim Zahnarzt, usw. Auch eine Diät würde beim abnehmenden Mond bessere Ergebnisse bringen.

Balsamischer Mond

Körperlich fühlen wir uns in dieser Zeitspanne komplett ausgelaugt – dafür erreicht aber unsere psychische Energie ihren Höhepunkt. Ein Zyklus geht zu Ende und langsam bereiten wir uns aufs nächste vor. Am besten nutzt du diese Zeit, um zu entspannen und zu meditieren. Aber auch um einen Schlussstrich zu ziehen: Reflektiere darüber, was seit dem letzten Neumond alles passiert ist, was du umsetzen konntest, was du gelernt hast. Erlaube dir, deine Gedanken schweifen zu lassen, Ideen zu spinnen und neue Pläne zu schmieden. Diese wirst du dann bald in Taten umsetzen können, wenn wieder Neumond ist.

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